Das verlorene Licht

Aemilia

Die, die noch hört

Sechzehn Jahre alt, aufgewachsen zwischen Bäumen und Försterwegen. Aemilia hat nie gelernt, was Magie ist. Sie hat nur nie aufgehört, ihr zuzuhören.

Aemilia ist in Eichenruh aufgewachsen, einem kleinen Dorf am Waldrand, das die meisten Menschen auf keiner Karte suchen würden. Ihr Vater ist Förster, ihre Mutter hält das Haus zusammen und das Dorf auf Abstand. Aemilia kennt den Wald besser als die Wege im Dorf. Sie weiß, wann der Boden anders klingt, wann Tiere sich zurückziehen, wann etwas unter der Oberfläche zieht, das keinen Namen hat.

Sie ist direkt, neugierig und akzeptiert Antworten nur, wenn sie sich richtig anfühlen. Das macht sie unbequem — für die Gilde, für Autoritäten, manchmal für sich selbst.

Als ein Gildenmagier nach Eichenruh kommt und die Magie in seiner Gegenwart anders reagiert als erwartet, beginnt etwas, das Aemilia nicht mehr rückgängig machen kann. Nicht weil sie es gewollt hat. Weil sie da war und nicht weghören konnte.

Das verlorene Licht — Der erste Riss ist ihre Geschichte. Keine Heldenreise. Eine Flucht, ein Aufbruch und die Frage, ob jemand, der die Welt anders wahrnimmt, darin noch sicher sein kann.