A.B. Calder
Wie Das verlorene Licht entstand
Warum diese Geschichte. Warum jetzt.
Manche Geschichten entstehen aus einer Idee. Diese entstand aus einem Gefühl.
Aus dem Eindruck, dass Menschen vieles wissen - und trotzdem vergessen haben, wie man zuhört. Dass Welten nicht nur durch Gewalt zerbrechen können, sondern auch durch Stille, durch Kontrolle und durch Dinge, über die niemand mehr sprechen darf.
Die Welt von Valis begleitet mich seit vielen Jahren. Nicht als fertiger Plan, sondern als leise Frage: Was geschieht mit einer Welt, wenn Wahrheit gefährlich wird? Wenn Magie nicht verschwindet, sondern weggesperrt wird? Und wenn Menschen lernen, sich vor dem zu fürchten, was sie einst mit der Welt verbunden hat?
Es gab lange Pausen zwischen den Kapiteln. Arbeit, Alltag, Familie. Aber manche Geschichten warten geduldig. Sie verschwinden nicht. Sie kehren zurück, sobald man wieder bereit ist, ihnen zuzuhören.
Aemilia, Eiran und die anderen Figuren dieser Welt entstanden nicht aus großen Heldenbildern. Mich interessieren Menschen, die suchen. Menschen, die zweifeln. Menschen, die Fragen stellen, obwohl sie wissen, dass die Antworten ihr Leben verändern könnten.
Ich habe Das verlorene Licht lange nur für mich geschrieben. Dass andere diese Welt nun betreten können, fühlt sich manchmal immer noch unwirklich an.
Diese Reihe ist für alle, die spüren, dass unter stillen Oberflächen etwas verborgen liegt. Für alle, die sich fragen, wer entscheidet, welche Wahrheit erzählt werden darf. Und für alle, die glauben, dass selbst verlorenes Licht irgendwann zurückkehren kann.
